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Masking

Strategien, mit denen Menschen im Autismus-Spektrum sich an eine überwiegend von Menschen ohne Autismus geprägte Umgebung anpassen. In der Forschung meist „Camouflaging“ („Tarnen“) genannt.

Auch genannt
Camouflaging, Tarnen, Kompensation

Mit Masking (in der Forschung meist Camouflaging, also „Tarnen“) sind Strategien gemeint, mit denen Menschen im Autismus-Spektrum sich an eine Umgebung anpassen, die überwiegend von Menschen ohne Autismus geprägt ist. Dazu gehört zum Beispiel, bewusst Blickkontakt herzustellen oder Gesprächsthemen vorher vorzubereiten. [1] Menschen berichten, dass sie mit Masking hoffen, Ausgrenzung zu vermeiden. [1]

Studien finden aber auch Zusammenhänge mit Erschöpfung, Angst und Depression. Die Forschung dazu ist noch jung, und vieles ist nicht abschließend geklärt.

Ein systematischer Review (8 qualitative Studien) fand, dass „Tarnen“ häufig eingesetzt wird, um Freundschaften und Beziehungen zu gewinnen; für die meisten sei es erschöpfend und oft wenig wirksam, und es stelle die soziale Echtheit in Frage. [2] Bei Menschen ohne zusätzliche Intelligenzminderung können selbst erarbeitete Kompensationsstrategien Merkmale von Autismus verdecken und die Diagnostik erschweren. [3, Kap. A.2.1]

Zur Einordnung: Der Begriff stammt aus der Forschung und aus Berichten von Menschen im Spektrum und ist kein klinischer Diagnosebegriff. Ob und wie stark Masking mit gesundheitlichen Folgen zusammenhängt, ist Gegenstand laufender Forschung.

Quellen und Literatur

  1. Hull L, Petrides KV, Allison C, Smith P, Baron-Cohen S, Lai M-C, Mandy W: “Putting on my best normal”: Social camouflaging in adults with autism spectrum conditions. Journal of Autism and Developmental Disorders 2017;47(8):2519–2534. https://doi.org/10.1007/s10803-017-3166-5 (PMID 28527095, PMC5509825)
  2. Ridgway K, Cooke K, Demmer DH, Hooley M, Westrupp E, Stokes MA: Camouflaging Autism in Pursuit of Friendship and Intimate Relationships: A Systematic Review. Autism in Adulthood 2025;7(5):543–557. https://doi.org/10.1089/aut.2023.0160
  3. DGKJP/DGPPN et al.: Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 1: Diagnostik. Interdisziplinäre S3-Leitlinie, AWMF-Reg.-Nr. 028-018, Stand Text 23.02.2016. https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-018l_S3_Autismus-Spektrum-Stoerungen_ASS-Diagnostik_2016-05-abgelaufen.pdf

Ausführlich: Masking: Wenn Anpassung erschöpft

Beiträge zu diesem Begriff

Verwandte Begriffe

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Zu „Autismus von A bis Z“

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