Diagnostik & Diagnose
Der Weg zur Diagnose – für jedes Alter
Erste Anzeichen & Verdacht
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Anzeichen bei Schulkindern und Jugendlichen
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Autismus bei Erwachsenen: Hinweise erkennen
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Erste Anzeichen bei Säuglingen und Kleinkindern
Ablauf & Vorgehen
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Ablauf einer Autismusdiagnostik
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Autismusdiagnostik per Video: Was ist möglich?
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Vorbereitung auf die Diagnostik
Diagnostik bei Kindern
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Diagnostik bei Kindern: Wer, wo, wie?
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Wie stabil ist eine frühe Autismusdiagnose?
Diagnostik bei Erwachsenen
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Diagnostik im Erwachsenenalter
Diagnosekriterien & Klassifikationen
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Asperger-Syndrom und frühkindlicher Autismus heute
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Diagnosekriterien bei Autismus: DSM-5 und ICD-11
Diagnostische Verfahren & Instrumente
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ADOS-2, ADI-R und Screening: Verfahren erklärt
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Online-Tests und Fragebögen bei Autismus
Abgrenzung zu anderen Diagnosen
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Welche Diagnosen Autismus ähnlich sehen können
Kosten & Wartezeiten
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Überweisung, Kosten und Wartezeiten
Nach der Diagnose
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Diagnosegespräch und Befundbericht: Was du fragen kannst
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Genetische Abklärung nach der Diagnose
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Keine Autismusdiagnose – und nun?
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Nach der Diagnose: erste Schritte
Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann Autismus festgestellt werden?
Nach der Leitlinie von 2016 bleibt eine Autismus-Diagnose, die vor dem Alter von zwei Jahren gestellt wird, im Spektrum stabil; bei eindeutiger Symptomatik soll sie auch dann gestellt werden. Für das Säuglingsalter gibt es keine abgesicherten Merkmale zur Vorhersage. Eine Diagnose ist aber auch später möglich, bis ins Erwachsenenalter.
Welche ersten Anzeichen gibt es bei Kleinkindern?
Die Leitlinie von 2016 nannte ab dem zweiten Lebensjahr zum Beispiel wenig Blickkontakt, seltenes Zeigen, um etwas zu teilen, wenig Reaktion auf den eigenen Namen, fehlendes „Als-ob“-Spiel und den Verlust bereits erworbener Fähigkeiten. Solche Hinweise sind keine Diagnose, und gute Blickkontakte schließen Autismus nicht aus. Wenn du dir Sorgen machst, sprich die Kinderarztpraxis an. Elterliche Sorgen sollen ernst genommen werden.
Ausführlich: Erste Anzeichen bei Säuglingen und Kleinkindern
Wie läuft eine Autismusdiagnostik ab?
Eine Autismusdiagnostik ist kein einzelner Test, sondern ein Prozess über mehrere Termine. Fachleute tragen Informationen aus Gesprächen über die Entwicklungsgeschichte, Berichten aus Kita, Schule oder früheren Behandlungen, Verhaltensbeobachtung, körperlicher Untersuchung und autismusspezifischen Verfahren zusammen. Ein zentraler Teil ist die Prüfung, ob andere Ursachen die Beobachtungen besser erklären. Am Ende sollten nicht nur eine Diagnose, sondern auch konkrete Empfehlungen stehen.
Wer stellt die Diagnose?
Nach der Leitlinie von 2016 soll die umfassende Diagnostik in einer auf Autismus spezialisierten Stelle erfolgen. Bei Kindern und Jugendlichen soll die Diagnose unter Einbeziehung einer Fachärztin oder eines Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder einer speziell qualifizierten Fachperson der Kinder- und Jugendmedizin gestellt werden, bei Erwachsenen unter Einbeziehung einer Fachärztin oder eines Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie oder für Neurologie und Psychiatrie.
Wie lange muss ich auf einen Diagnostiktermin warten?
Das lässt sich nicht allgemein sagen; es hängt von der Stelle und der Region ab. Die Leitlinie von 2016 nannte lange Wartezeiten für Diagnostiktermine in spezialisierten Stellen. Aktuelle Zahlen haben wir nicht gelesen. Frage bei jeder Stelle nach der Warteliste und danach, ob eine Überweisung gebraucht wird.
Sind Online-Autismustests zuverlässig?
Screening-Fragebögen sind nicht für die Diagnose geeignet, sondern dienen als Hinweis auf eine weiterführende Abklärung; ihre Spezifität im klinischen Kontext ist laut einer Fachübersicht gering. Die Leitlinie von 2016 hielt fest, dass eine Diagnose auf der Grundlage von Screening-Instrumenten weder gestellt noch ausgeschlossen werden kann, und nannte mehrere im Internet verbreitete Fragebögen als nicht durch Studien belegt. Für heutige frei verfügbare Online-Tests haben wir keine Prüfung gelesen. Ein auffälliges Ergebnis ersetzt keine Diagnostik; ein unauffälliges schließt Autismus nicht aus.
Kann man als Erwachsene noch eine Diagnose bekommen?
Ja. Autismus beginnt in der Entwicklungszeit, manchmal werden die Merkmale aber erst deutlich, wenn die Anforderungen im Leben steigen. Die Diagnostik folgt im Grundsatz demselben Weg wie bei Kindern; eine besondere Herausforderung ist, die frühe Entwicklung nachträglich zu rekonstruieren. Hilfreich sind dafür laut Fachübersicht die Befragung von Angehörigen und die Einsicht in alte Dokumente.
Was passiert nach der Diagnose?
Die Leitlinie von 2016 hielt fest, dass mit der Mitteilung der Diagnose eine altersgerechte Aufklärung über das Störungsbild erfolgen soll. Als hilfreich beschrieb sie eine ausführliche Aufklärung, eine frühzeitige Planung nötiger Hilfen und eine feste Ansprechperson. Eine Diagnose bedeutet nach der Leitlinie von 2021 nicht automatisch, dass dauerhaft Therapie nötig ist.
Wie kann ich mich auf die Diagnostik vorbereiten?
Die Leitlinie von 2016 nannte, was in der Diagnostik erfragt wird, zum Beispiel aktuelle Symptome, Entwicklung, Bildung, Hobbys und Freundschaften, bisherige Hilfen und die Familiengeschichte. Mindestens eine nahestehende Person, die dich seit der Kindheit kennt, soll einbezogen werden; außerdem helfen Unterlagen wie Zeugnisse, Kita-Berichte oder Arztbriefe. Das Fehlen solcher Unterlagen verhindert bei Erwachsenen nicht zwingend die Diagnose.
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