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Wissenschaft & Forschung

Evidenz verständlich eingeordnet

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Ursachen & Genetik
Häufigkeit
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    Warum steigen die Diagnosezahlen bei Autismus?

    Gemessene Häufigkeit steigt weltweit. Eine Übersichtsarbeit von 2022 nennt als Gründe mehr Aufmerksamkeit, veränderte Definition und bessere Erkennung.

  • Wissensartikel

    Wie häufig ist Autismus?

    In Studien lag der mittlere Wert bei etwa 1 von 100 Kindern; die Ergebnisse unterscheiden sich stark. Was die Zahlen bedeuten und was sie nicht zeigen.

Neurowissenschaft
Leitlinien
Evidenzlage zu Therapien
  • Wissensartikel

    Evidenzlage zu Therapien im Überblick

    Was die Leitlinie von 2021 zur Wirksamkeit von Therapien bei Autismus festhielt: was untersucht ist, wo Studien fehlen und warum Ziel und Alter zählen.

Studien eingeordnet
Offene Fragen
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    Autismus und Geschlecht in der Forschung

    Warum mehr Jungen als Mädchen diagnostiziert werden, was Studien zum Verhältnis und zu Diagnosehürden bei Mädchen und Frauen zeigten und was offen ist.

  • Wissensartikel

    Offene Forschungsfragen

    Wo die Forschung Lücken sieht: Versorgung und Diagnostik, Therapien, Familien, Beruf, Älterwerden. Mit Belegen aus Leitlinien und neueren Übersichtsarbeiten.

  • Wissensartikel

    Partizipative Autismusforschung

    Was partizipative Forschung bedeutet, warum Fachleute sie fordern, was ein Seminarprojekt dazu erarbeitete und wie viel über ihren Nutzen bisher belegt ist.

Häufige Fragen

Wie häufig ist Autismus?

Eine große systematische Übersichtsarbeit wertete Studien aus 34 Ländern aus: Als Median über die Studien lag der Wert bei etwa 1 von 100 Kindern. Die einzelnen Studien kommen allerdings zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen; die Autor:innen führen das unter anderem darauf zurück, wie bekannt Autismus in einer Region ist und wie gut Diagnostik verfügbar ist. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres als „wahre“ Häufigkeit lesen.

Ausführlich: Wie häufig ist Autismus?

Woher kommt Autismus?

Autismus hat einen starken erblichen Anteil: Zwillings- und Familienstudien schätzen, dass Unterschiede zwischen Menschen in Bezug auf Autismus zu einem großen Teil durch genetische Faktoren erklärt werden. Es gibt nicht „das eine Autismus-Gen“; seltene Genvarianten mit großem Effekt und häufige Varianten mit jeweils kleinem Effekt tragen zum Risiko bei. Für die frühere Vorstellung, eine „kalte“ Erziehung verursache Autismus, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.

Ausführlich: Ursachen von Autismus: Was die Forschung weiß

Was ist die S3-Leitlinie zu Autismus?

Zu Autismus gibt es in Deutschland zwei große S3-Leitlinien: Teil 1 zur Diagnostik und Teil 2 zur Therapie. Beide sind interdisziplinär erarbeitet und für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gedacht. Laut Übersicht der Fachgesellschaft DGKJP war die Therapie-Leitlinie „bis 23.03.2026“ und die Diagnostik-Leitlinie „bis 04.04.2021“ gültig; beide sind damit abgelaufen. Ihre Inhalte werden dadurch nicht automatisch falsch, gelten aber formal nicht mehr als aktueller Stand.

Ausführlich: S3-Leitlinien zu Autismus: Inhalt und Gültigkeit

Warum werden mehr Jungen als Mädchen mit Autismus diagnostiziert?

Eine Meta-Analyse fand ein Verhältnis von etwa 4,2 zu 1; bei hochwertigen Studien lag es näher an 3 zu 1, und die Autor:innen sahen Hinweise, dass Mädchen seltener eine Diagnose erhalten, obwohl sie die Kriterien erfüllen. Eine schwedische Registerstudie fand, dass sich das Verhältnis mit steigendem Alter bei der Diagnose angleicht. Warum das so ist, ist nicht geklärt.

Ausführlich: Autismus und Geschlecht in der Forschung

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