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Querschnittsstudie

Studie, die eine Gruppe zu einem Zeitpunkt untersucht. Sie kann Zusammenhänge zeigen, aber nicht belegen, was Ursache und was Folge ist.

Auch genannt
Querschnittserhebung, Querschnittsanalyse

Eine Querschnittsstudie untersucht eine Gruppe zu einem Zeitpunkt (oder in einem kurzen Zeitraum), statt dieselben Menschen über lange Zeit zu begleiten. Beispiele aus Meldungen von Autismus Wissen: eine Online-Befragung zu Spezialinteressen bei 182 Erwachsenen [1] und eine Auswertung von Versicherungs- und Sterberegisterdaten zur Lebenserwartung [2]. Beide beschreiben Unterschiede und Zusammenhänge; die Autor:innen weisen darauf hin, dass solche Querschnittsdaten keine Ursachen belegen. [1; 2]

Redaktionelle Erläuterung (allgemein, nicht aus den Quellen): Weil alle Daten zum selben Zeitpunkt erhoben werden, lässt sich oft nicht sagen, was zuerst da war; außerdem hängen die Ergebnisse davon ab, wer teilnimmt. Deshalb sind Querschnittsstudien gut für erste Hinweise und Beschreibungen, aber schwächer als Studien, die Gruppen über die Zeit vergleichen oder zufällig zuteilen. Mehr: Wie gut ist eine Studie? Evidenz verständlich erklärt und Evidenz.

Quellen und Literatur

  1. Bayer M, Dziobek I: Special Interests in Autism: Functions, Benefits, and Challenges. Autism 2026 (online 06.08.2026). https://doi.org/10.1177/13623613261471572 (Open Access, Europe PMC PMC13624314)
  2. Li G, DiGuiseppi CG, Blanchard A, Russell MT, Ing C: Autism Spectrum Disorder and Life Expectancy Among Medicaid Beneficiaries. JAMA Network Open 2026 (online 10.09.2026). https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2026.33251

Ausführlich: Wie gut ist eine Studie? Evidenz verständlich erklärt

Beiträge zu diesem Begriff

Verwandte Begriffe

  • Evidenz

    Evidenz: Was wissenschaftliche Belege sind, wovon ihre Belastbarkeit abhängt und warum fehlende Evidenz nicht „unwirksam“ bedeutet.

  • Systematischer Review und Metaanalyse

    Ein systematischer Review wertet vorhandene Studien nach festgelegten Regeln aus; eine Metaanalyse fasst deren Zahlen statistisch zusammen.

  • Prävalenz

    Häufigkeit eines Merkmals in einer Bevölkerungsgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Zahlen zu Autismus hängen stark davon ab, wie und wo gezählt wird.

Zu „Autismus von A bis Z“

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