Zum Inhalt springen

Forschung

PDA bei Autismus, wenn selbst Zähneputzen zur Überforderung wird

Das Kind weiß, wie Zähneputzen funktioniert. Trotzdem weigert es sich plötzlich, ins Badezimmer zu gehen. Selbst die Bitte, eine Jacke anzuziehen oder den Tisch zu decken, kann heftigen Widerstand auslösen. Für Eltern ist dieses Verhalten häufig schwer zu verstehen, besonders wenn ihr Kind dieselben Aufgaben an anderen Tagen problemlos bewältigt.

Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass hinter ausgeprägtem Vermeidungsverhalten unterschiedliche Schwierigkeiten stecken können. Forschende fanden Zusammenhänge mit der Emotionsregulation und Merkmalen von ADHS. Die Ergebnisse stellen zugleich verbreitete Vorstellungen über die sogenannte pathologische Anforderungsvermeidung bei Autismus infrage.

Neue Studie untersucht 63 Kinder mit ausgeprägtem Vermeidungsverhalten

Am 23. Oktober 2026 veröffentlichte ein Forschungsteam um Oliver Lack und Emily Simonoff vom King’s College London eine Untersuchung in der Fachzeitschrift Autism Research.

Die Wissenschaftler analysierten Daten von 63 Kindern, die in einer spezialisierten britischen Klinik für Entwicklungsauffälligkeiten vorgestellt worden waren. Sie wollten herausfinden, welche psychischen und entwicklungsbezogenen Merkmale mit einer ausgeprägten Vermeidung alltäglicher Anforderungen zusammenhängen.

Untersucht wurden unter anderem emotionale Reaktionen, Schwierigkeiten mit Veränderungen, Unsicherheit, Angst, ADHS Merkmale und Besonderheiten der Gefühlswahrnehmung.

Die Ergebnisse zeigten mehrere Zusammenhänge. Kinder mit stärkerem Vermeidungsverhalten hatten häufiger Schwierigkeiten bei der Regulation ihrer Gefühle, ausgeprägtere ADHS Merkmale und größere Probleme mit gedanklicher Flexibilität.

Auch eine geringe Toleranz gegenüber Unsicherheit und Schwierigkeiten beim Erkennen eigener Gefühle standen zunächst statistisch mit der Anforderungsvermeidung in Verbindung.

In einer weiterführenden Analyse blieben vor allem Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation, ADHS Merkmale und das Alter der Kinder als statistische Einflussgrößen bestehen.

Die Forschenden betonen allerdings, dass die Untersuchung aufgrund der kleinen Stichprobe und ihres Designs keine eindeutigen Ursachen nachweisen kann.

Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten betrifft nicht nur Kinder mit Autismus

Ein besonders bemerkenswertes Ergebnis betrifft die Autismusdiagnose selbst. In der untersuchten Gruppe unterschieden sich Kinder mit und ohne Autismusdiagnose nicht signifikant hinsichtlich der Stärke ihres Vermeidungsverhaltens.

Auch zwischen der Ausprägung autistischer Merkmale und den gemessenen Schwierigkeiten mit alltäglichen Anforderungen fanden die Wissenschaftler keinen entsprechenden statistischen Zusammenhang.

Das bedeutet nicht, dass Menschen mit Autismus von solchen Problemen nicht betroffen wären. Die Studie zeigt vielmehr, dass ausgeprägte Anforderungsvermeidung nicht automatisch ausschließlich durch Autismus erklärt werden kann.

Auch der häufig vermutete Zusammenhang mit Angst ließ sich in dieser Untersuchungsgruppe nicht statistisch nachweisen. Daraus folgt allerdings nicht, dass Angst im Einzelfall keine Rolle spielt.

Die Ergebnisse stammen aus einer kleinen klinischen Stichprobe und beruhen auf Angaben der Eltern. Sie lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf alle Kinder mit Autismus übertragen.

Warum eine einfache Aufforderung plötzlich zu viel sein kann

Für Erwachsene erscheint die Aufforderung zum Zähneputzen meist unkompliziert. Aus der Perspektive eines Kindes können damit jedoch mehrere Anforderungen gleichzeitig verbunden sein.

Es muss eine gerade begonnene Tätigkeit unterbrechen, ins Badezimmer wechseln, bestimmte Körperempfindungen aushalten und eine vorgegebene Handlung innerhalb einer bestimmten Zeit ausführen.

Bei manchen Kindern mit Autismus können solche Übergänge besonders anstrengend sein. Andere reagieren empfindlich auf den Geschmack der Zahnpasta, das Gefühl der Zahnbürste oder das Geräusch einer elektrischen Bürste.

Hinzu kommt möglicherweise die Erwartung, sofort auf eine Aufforderung reagieren zu müssen. Wenn das Kind bereits angespannt ist, kann diese zusätzliche Anforderung die Situation verschärfen.

Eine Verweigerung hat deshalb nicht zwangsläufig nur eine Ursache. Sensorische Belastungen, Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen Tätigkeiten, Kommunikationsprobleme und emotionale Überforderung können zusammenwirken.

Diese Erklärungen sind mögliche Mechanismen und keine durch die neue Untersuchung einzeln bestätigten Ursachen für das Verhalten eines bestimmten Kindes.

In sozialen Medien wird immer häufiger über PDA gesprochen

In Elternforen und sozialen Netzwerken wird ausgeprägte Anforderungsvermeidung häufig unter dem Begriff PDA diskutiert. Die Abkürzung steht für Pathological Demand Avoidance und beschreibt ein Muster, bei dem alltägliche Erwartungen besonders stark abgewehrt oder vermieden werden.

In öffentlich zugänglichen Diskussionen berichten Eltern beispielsweise von Schwierigkeiten beim Anziehen, beim Verlassen des Hauses oder bei alltäglichen Familienregeln.

Ein häufig wiederkehrendes Thema ist der Widerspruch zwischen dem, was Kinder grundsätzlich können, und dem, was ihnen in einer bestimmten Situation tatsächlich gelingt.

Andere Diskussionen beschäftigen sich mit der Frage, ob Eltern möglichst viele Anforderungen reduzieren sollten oder ob bestimmte Grenzen trotz ausgeprägter Schwierigkeiten aufrechterhalten werden müssen.

Solche Erfahrungsberichte können Familien dabei helfen, eigene Situationen wiederzuerkennen. Sie sind jedoch kein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass eine bestimmte Erklärung oder Erziehungsmethode für alle Kinder zutrifft.

Gerade bei PDA ist diese Unterscheidung wichtig, weil der Begriff in sozialen Netzwerken teilweise eindeutiger verwendet wird, als es der aktuelle Forschungsstand erlaubt.

PDA ist bislang keine eigenständige medizinische Diagnose

Der Bundesverband Autismus Deutschland weist ausdrücklich darauf hin, dass PDA nach dem bisherigen Forschungsstand weder als eigenständige Diagnose noch als eindeutig abgegrenzter Subtyp von Autismus anerkannt werden kann.

Auch die britische National Autistic Society erklärt, dass das Konzept in den medizinischen Diagnoseklassifikationen ICD und DSM nicht als eigenständige Erkrankung enthalten ist.

Eine im Juli 2026 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit untersuchte zwölf wissenschaftliche Studien zur Erfassung von PDA. Die Autoren fanden erhebliche Unterschiede zwischen den verwendeten Untersuchungsmethoden.

Alle zwölf einbezogenen Studien wurden hinsichtlich methodischer Verzerrungen als besonders risikobehaftet bewertet. Die Forschenden kamen deshalb zu dem Schluss, dass die bisherigen Verfahren eine eigenständige und zuverlässig abgrenzbare Diagnose nicht ausreichend stützen.

Das bedeutet nicht, dass die beschriebenen Schwierigkeiten eingebildet oder bedeutungslos wären. Es bedeutet, dass ihre wissenschaftliche Einordnung weiterhin offen ist.

Für Betroffene kann die Beschreibung ihrer Erfahrungen hilfreich sein, ohne dass daraus automatisch eine zusätzliche Diagnose entstehen muss.

Wenn Eltern nur Trotz erkennen, können wichtige Ursachen übersehen werden

Widerstand gehört zur kindlichen Entwicklung. Kinder möchten eigene Entscheidungen treffen, Grenzen ausprobieren und manchmal schlicht etwas anderes tun als ihre Eltern.

Bei wiederkehrenden, besonders intensiven Schwierigkeiten kann eine solche Erklärung jedoch zu kurz greifen. Entscheidend ist, wie stark das Verhalten den Alltag beeinträchtigt und in welchen Situationen es auftritt.

Ein Kind kann beispielsweise eine Tätigkeit grundsätzlich beherrschen, aber unter Zeitdruck, bei Erschöpfung oder nach einem belastenden Schultag kaum noch damit beginnen.

Andere Kinder können ihre Bedürfnisse nicht ausreichend erklären. Ihre Reaktion wird dann möglicherweise als Ablehnung verstanden, obwohl sie gerade Hilfe bei der Kommunikation oder bei der Bewältigung einer Situation benötigen.

Auch Schmerzen, Schlafprobleme, Ängste oder weitere gesundheitliche Belastungen können eine Rolle spielen.

Deshalb ist es wenig hilfreich, wiederholte Konflikte vorschnell entweder ausschließlich als Trotz oder ausschließlich als PDA einzuordnen.

Eine differenzierte Betrachtung fragt danach, was unmittelbar vor der Situation passiert ist, welche Erwartungen bestehen und welche Unterstützung dem Kind helfen könnte.

Weniger Druck kann helfen, doch nicht jede Forderung sollte entfallen

In sozialen Netzwerken wird häufig empfohlen, Anforderungen möglichst weitgehend zu reduzieren. Dieser Ansatz wird oft als Low Demand Parenting bezeichnet.

Die Grundidee besteht darin, belastende Erwartungen zu verringern und Kindern mehr Kontrolle über ihren Alltag zu ermöglichen.

Für manche Familien kann eine solche Anpassung sinnvoll sein. Wenn beispielsweise mehrere Aufgaben gleichzeitig verlangt werden, kann es helfen, zunächst nur die wichtigsten Schritte zu besprechen.

Auch Wahlmöglichkeiten können entlasten. Statt eine Tätigkeit unmittelbar anzuordnen, lässt sich möglicherweise gemeinsam klären, wann und auf welche Weise sie erledigt werden kann.

Die britische National Autistic Society nennt das Reduzieren von Anforderungen, gemeinsames Problemlösen und angepasste Kommunikation als mögliche Unterstützungsstrategien.

Sie weist zugleich darauf hin, dass die wissenschaftliche Forschung zur Wirksamkeit solcher Ansätze noch begrenzt ist.

Eine allgemeine Empfehlung, sämtliche Anforderungen und Grenzen aufzugeben, lässt sich aus der Studienlage nicht ableiten.

Gesundheit, körperliche Sicherheit und die Bedürfnisse anderer Familienmitglieder müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Die Aufgabe besteht darin, notwendige Anforderungen möglichst verständlich und bewältigbar zu gestalten.

Was Eltern bei wiederkehrenden Konflikten konkret verändern können

Ein erster Schritt besteht darin, schwierige Situationen über mehrere Tage genauer zu beobachten. Dabei kann auffallen, dass ein bestimmter Konflikt fast immer zu einer ähnlichen Tageszeit oder nach bestimmten Belastungen entsteht.

Wenn das morgendliche Anziehen regelmäßig Probleme bereitet, können beispielsweise Zeitdruck, unangenehme Kleidung oder eine unklare Reihenfolge der Aufgaben eine Rolle spielen.

Hilfreich kann es sein, die Abläufe gemeinsam mit dem Kind zu überprüfen. Manche Kinder profitieren von ausreichend Vorlaufzeit, verständlichen Ankündigungen oder einer begrenzten Auswahl zwischen zwei Möglichkeiten.

Andere benötigen zunächst eine Pause, bevor sie eine neue Aufgabe beginnen können.

Bei Schwierigkeiten mit der Körperpflege kann es sinnvoll sein, die einzelnen Sinneseindrücke genauer zu betrachten. Ein anderer Geschmack, eine weichere Zahnbürste oder eine angepasste Reihenfolge können unter Umständen einen Unterschied machen.

Wichtig ist, solche Veränderungen nicht als garantierte Lösung zu betrachten. Was einem Kind hilft, kann für ein anderes ungeeignet sein.

Eltern sollten außerdem prüfen, ob sie selbst ausreichend Unterstützung erhalten. Wiederkehrende Konflikte können den gesamten Familienalltag belasten und erfordern manchmal zusätzliche fachliche Begleitung.

Belohnungen und Strafen lösen nicht jedes Problem

Wenn ein Kind eine Aufforderung verweigert, versuchen Erwachsene häufig, sein Verhalten durch Belohnungen oder Konsequenzen zu beeinflussen. Solche Vorgehensweisen können in bestimmten Situationen hilfreich sein, erklären aber nicht automatisch die Ursache des Problems.

Wenn eine Aufgabe aufgrund starker Überforderung gerade nicht bewältigt werden kann, beseitigt zusätzlicher Druck die zugrunde liegende Schwierigkeit nicht.

Wiederholte Auseinandersetzungen können die Belastung sogar steigern. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes schwierige Verhalten ohne weitere Grenzen akzeptiert werden muss.

Bei gefährlichen Situationen sind verlässliche Schutzmaßnahmen notwendig. Auch die Sicherheit von Geschwistern, Eltern und anderen Beteiligten muss gewährleistet bleiben.

Entscheidend ist, zwischen einer akuten Überforderung, einem noch nicht ausreichend entwickelten Handlungsschritt und einem Konflikt über nachvollziehbare Regeln zu unterscheiden.

Welche Unterstützung sinnvoll ist, sollte sich an dieser Einschätzung orientieren und nicht allein am Wunsch, eine sofortige Verhaltensänderung zu erreichen.

Auch Schule und Kita sollten genauer auf die Auslöser achten

Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten kann ebenso im Kindergarten oder in der Schule auftreten. Dort kommen zu alltäglichen Anforderungen häufig soziale Erwartungen, Gruppenregeln und zeitliche Vorgaben hinzu.

Ein Kind soll eine Aufgabe beginnen, obwohl es gerade mit einer anderen Tätigkeit beschäftigt ist. Ein anderes benötigt länger, um eine Anweisung zu verstehen oder sich auf eine neue Situation einzustellen.

Wenn Erwachsene die Reaktion ausschließlich als Ungehorsam bewerten, kann ein wiederkehrender Konflikt entstehen.

Eine sorgfältige Beobachtung sollte deshalb auch die Umgebung einbeziehen. Dazu gehören die Verständlichkeit von Anweisungen, mögliche Reizbelastungen, Übergänge und die Verfügbarkeit unterstützender Bezugspersonen.

Bei wiederkehrenden Problemen können Eltern und pädagogische Fachkräfte gemeinsam überlegen, welche Veränderungen notwendig sind.

Die neue Untersuchung liefert allerdings keine fertige Methode für den Schulalltag. Aus den statistischen Zusammenhängen lassen sich keine konkreten Aussagen darüber ableiten, welche pädagogische Maßnahme bei einem einzelnen Kind am besten wirkt.

Die neue Studie hat wichtige Grenzen

Die britische Untersuchung liefert interessante Hinweise, ist aber keine umfassende Erklärung für Anforderungsvermeidung. Die Daten stammen von lediglich 63 Kindern aus einer spezialisierten klinischen Einrichtung.

Außerdem beruhen die ausgewerteten Angaben auf Einschätzungen der Eltern. Die Forschenden konnten nicht beobachten, wie sich die Kinder in allen Alltagssituationen tatsächlich verhielten.

Da die Daten zu einem Untersuchungszeitpunkt erhoben wurden, lässt sich auch die zeitliche Abfolge möglicher Einflussfaktoren nicht bestimmen.

Es bleibt daher offen, ob Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation das Vermeidungsverhalten verstärken, ob wiederkehrende Konflikte die emotionale Belastung erhöhen oder ob beide Entwicklungen gemeinsame Ursachen haben.

Die Forschenden fordern deshalb weitere Untersuchungen mit größeren und vielfältigeren Gruppen.

Auch ist bislang nicht geklärt, ob sich aus den gefundenen Zusammenhängen bestimmte therapeutische Empfehlungen ableiten lassen.

Wann Familien fachliche Unterstützung suchen sollten

Wenn alltägliche Anforderungen regelmäßig zu massiver Überforderung führen, kann eine fachliche Einschätzung sinnvoll sein. Das gilt besonders, wenn Schule, Körperpflege, Ernährung oder notwendige medizinische Versorgung erheblich beeinträchtigt werden.

Auch häufige Situationen mit Selbstverletzungen, aggressivem Verhalten oder Gefahren für andere Menschen sollten nicht allein innerhalb der Familie bewältigt werden müssen.

Eine kinderärztliche oder kinderpsychiatrische Abklärung kann helfen, zusätzliche Belastungen zu erkennen und geeignete Unterstützungsangebote zu besprechen.

Dabei sollte nicht nur das Verhalten selbst im Mittelpunkt stehen. Ebenso wichtig sind die Lebensbedingungen, die Kommunikationsmöglichkeiten und die Perspektive des Kindes.

Für Menschen mit Autismus und ihre Angehörigen kann außerdem die unabhängige Teilhabeberatung eine Anlaufstelle sein, wenn Unterstützung im Alltag oder in Bildungseinrichtungen benötigt wird.

Informationen über entsprechende Beratungsangebote bietet unser Wissensartikel Unabhängige Beratung finden.

Eine weiterführende fachliche Einordnung zum umstrittenen PDA Konzept findet sich in unserer Wissenswelt Autismus verstehen.

Verhalten verstehen ist wichtiger als eine schnelle Erklärung

Die wissenschaftliche Diskussion über PDA zeigt, dass sich ausgeprägte Anforderungsvermeidung nicht mit einer einzigen Ursache erklären lässt. Unterschiedliche psychische, entwicklungsbezogene und situative Faktoren können eine Rolle spielen.

Für Familien ist deshalb nicht entscheidend, möglichst schnell eine zusätzliche Bezeichnung für das Verhalten ihres Kindes zu finden. Wichtiger ist, herauszufinden, welche Situationen besonders schwierig sind und welche Unterstützung tatsächlich Entlastung bringt.

Die neue Studie vom Oktober 2026 liefert dafür wichtige Forschungsfragen, aber noch keine allgemeingültigen Antworten.

Ein Kind kann eine Aufgabe grundsätzlich beherrschen und trotzdem in einer bestimmten Situation daran scheitern. Wer diesen Unterschied ernst nimmt, kann Konflikte genauer verstehen und gemeinsam mit dem Kind nach tragfähigen Lösungen suchen.

Quellen

Lack, Oliver und weitere (23. Oktober 2026). Psychological and Neurodevelopmental Correlates of Extreme Demand Avoidance in a Clinical Sample, an Exploratory Study. Autism Research. DOI 10.1002/aur.70384.

Company, Dylan und Rotella, Joe Anthony (9. Juli 2026). A Systematic Review of Pathological Demand Avoidance. Journal of Autism and Developmental Disorders.

Bundesverband Autismus Deutschland. Einordnung des Konzepts Pathological Demand Avoidance.

National Autistic Society. Demand avoidance und die aktuelle Forschungslage.

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (März 2026). Abwehr und Vermeidungsverhalten bei Autismus und die Diskussion um PDA.

Fehler gefunden?

Wenn etwas sachlich falsch, veraltet oder unklar ist, sag uns Bescheid. Du musst keine persönlichen Daten angeben.

Hinweis schreibenHinweis schließen

Was stimmt nicht? Eine Quelle hilft uns bei der Prüfung. Mindestens 10 Zeichen.

Nur für Rückfragen zu diesem Hinweis. Wird gelöscht, sobald er bearbeitet ist. Mehr in der Datenschutzerklärung.

Weitere Meldungen

Alle Meldungen

Newsletter

Kostenlos abonnieren. Neue und überarbeitete Beiträge direkt per E-Mail. Jederzeit abbestellbar.

Newsletter – Anmeldeformular von Brevo laden (öffnet in einem neuen Tab)

Beim Laden des Formulars erhält Brevo technische Daten wie deine IP-Adresse. Datenschutzerklärung

Unabhängig aufgebaut

Autismus Wissen wird unabhängig aufgebaut und weiterentwickelt. Wenn du das Projekt unterstützen möchtest, kannst du freiwillig einen Beitrag leisten. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf unsere redaktionellen Inhalte oder fachlichen Bewertungen.

Autismus Wissen unterstützen