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Checkliste: Vorbereitung auf den Diagnostiktermin

Eine Checkliste zum Ausdrucken: Welche Themen in der Diagnostik besprochen werden und welche Unterlagen und Personen helfen können.

Art
Checkliste
Stand
19. Oktober 2026
Version
1.1
Datei
PDF, 82 KB

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Mit dieser Checkliste sammelst du vor einer Autismusdiagnostik, was dort besprochen wird und was dir helfen kann: Themen, Personen und Unterlagen. Vorbereitung hilft, ist aber keine Voraussetzung. Drucke die Liste aus und ergänze Stichworte und Beispiele.

Auf den Diagnostiktermin vorbereiten

Für wen ist die Checkliste?

Für Erwachsene und für Eltern von Kindern und Jugendlichen, die einen Termin für eine Autismusdiagnostik haben oder darauf warten. Vorbereitung hilft, ist aber keine Voraussetzung für die Diagnostik.

So nutzt du sie

  1. Sammle Stichworte und Beispiele zu den Themen aus Abschnitt 1.
  2. Frage nahestehende Personen, die dich oder dein Kind seit der Kindheit kennen, ob sie dabei sein oder Auskunft geben können.
  3. Lege vorhandene Unterlagen in einer Mappe bereit, zum Beispiel Zeugnisse, Berichte und Arztbriefe.
  4. Teile der Diagnostikstelle mit, wenn dir Reize, Zeitdruck oder spontane Fragen schwerfallen.

Anpassen

Fehlen Unterlagen, verhindert das bei Erwachsenen nicht zwingend die Diagnose. Beginne mit dem, was du hast, und ergänze nur, was dir leichtfällt.

Was die Checkliste nicht leistet

Sie ersetzt keine Beratung durch die Diagnostikstelle und sagt nichts darüber aus, ob eine Diagnose gestellt wird. Die Diagnostik führen Fachleute durch.

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Checkliste zum Ausdrucken

Checkliste: Vorbereitung auf den Diagnostiktermin

1. Themen sammeln

Notiere zu jedem Punkt Stichworte und Beispiele. Diese Themen können in der Diagnostik besprochen werden:

  • Aktuelle Schwierigkeiten und der Grund, warum die Diagnostik gewünscht wird
  • Schwangerschaft und frühe Entwicklung
  • Erziehungs- und Bildungsgeschichte (Kita, Schule, Ausbildung, Beruf)
  • Hobbys und Freundschaften
  • Wiederkehrende Verhaltensweisen
  • Körperliche und psychische Vorerkrankungen
  • Bisherige Förderung und Hilfen
  • Familiengeschichte

2. Personen einbeziehen

  • Ich habe mindestens eine nahestehende Person angefragt, die mich seit der Kindheit kennt (bei Kindern und Jugendlichen: die Sorgeberechtigten). Name:
  • Ich weiß, wer zusätzlich Auskunft geben kann (zum Beispiel Eltern, ältere Geschwister, Freundinnen, Freunde oder Partner:innen).

3. Unterlagen zusammenstellen

Fehlen Unterlagen, verhindert das bei Erwachsenen nicht zwingend die Diagnose.

  • Berichte aus Kindergarten oder Kita
  • Zeugnisse aus der Schule
  • Arztbriefe und frühere Befunde
  • Ergebnisse früherer Tests
  • Liste der Medikamente und früherer Diagnosen

4. Eigene Notizen vorbereiten

  • Kurze Zeitleiste (Kita, Schule, Wechsel, Krisen)
  • Liste aktueller Schwierigkeiten mit konkreten Beispielen
  • Offene Fragen für den Termin:

5. Vor dem Termin

  • Ich habe der Diagnostikstelle Bescheid gesagt, wenn mir Reize, Zeitdruck oder spontane Fragen schwerfallen.
  • Unterlagen liegen in einer Mappe bereit.

Autismus Wissen · autismus-wissen.de · Stand 19. Oktober 2026. Allgemeine Information und Arbeitshilfe. Sie ersetzt keine Beratung oder Behandlung durch Fachleute.

Hintergrund und Quellen

Grundlage ist der Beitrag „Vorbereitung auf die Diagnostik“. Die S3-Leitlinie Diagnostik von 2016 beschrieb, welche Bereiche in einer Diagnostik zusammengetragen werden sollen. [1, Empf. 20] Mindestens eine nahestehende Person, die die Entwicklung kennt, sollte einbezogen werden. [1, Empf. 18] Genannt wurden Berichte aus dem Kindergarten, Schulzeugnisse sowie Arztbriefe und Testbefunde. [1, Empf. 18] Die Leitlinie ist abgelaufen („bis 04.04.2021“ gültig). [2] Die Leitlinie von 2021 nannte reizarme, strukturierte Rahmenbedingungen als Erwartung von Betroffenen. [3, Empf. 4] Die Zeitleiste, die Liste mit Beispielen und die Mappe sind redaktionelle Anregungen. Mehr zu Terminen, Überweisung, Kosten und Wartezeiten: Beitrag „Überweisung, Kosten und Wartezeiten“. Die Checkliste ersetzt keine Beratung durch die Diagnostikstelle.

  1. DGKJP/DGPPN et al.: Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 1: Diagnostik. Interdisziplinäre S3-Leitlinie, AWMF-Reg.-Nr. 028-018, Stand Text 23.02.2016. https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-018l_S3_Autismus-Spektrum-Stoerungen_ASS-Diagnostik_2016-05-abgelaufen.pdf
  2. DGKJP: Aktuelle Leitlinien (Übersicht mit AWMF-Registernummer und Gültigkeitsdatum). https://www.dgkjp.de/wissen/aktuelle-leitlinien/
  3. DGKJP/DGPPN et al.: Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 2: Therapie. Interdisziplinäre S3-Leitlinie, AWMF-Reg.-Nr. 028-047, Langversion, Stand Text 02.05.2021. https://register.awmf.org/assets/guidelines/028-047l_S3_Autismus-Spektrum-Stoerungen-Kindes-Jugend-Erwachsenenalter-Therapie_2021-04_1.pdf

Hintergrundwissen

Zu den Checklisten & Vorlagen

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