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Diagnostik & Diagnose

Vorbereitung auf die Diagnostik

Für wen? Für Eltern und Erwachsene, die einen Diagnostiktermin vor sich haben.

Kurz erklärt

Die Leitlinie von 2016 beschrieb, was in der Diagnostik mindestens zusammengetragen werden soll: unter anderem aktuelle Symptome und Vorstellungsgrund, Schwangerschafts- und Entwicklungsanamnese, Erziehungs- und Bildungsgeschichte, Hobbys und Freundschaften, wiederkehrende Verhaltensweisen, körperliche und psychische Vorerkrankungen, bisherige Förderung und Hilfen sowie die Familiengeschichte. [3, Empf. 20] Außerdem soll mindestens eine nahestehende Person einbezogen werden, die dich seit der Kindheit kennt, und es sollen Unterlagen aus Kindheit und Biografie herangezogen werden. Das Fehlen solcher Unterlagen verhindert bei Erwachsenen nicht zwingend die Diagnose. [3, Empf. 18] Vorbereitung hilft, ist aber nicht Voraussetzung.

Stand der Leitlinie: Dieser Beitrag stützt sich auf die S3-Leitlinie Diagnostik (Textstand 23.02.2016). Sie ist abgelaufen: laut Übersicht der DGKJP war sie „bis 04.04.2021“ gültig. [1] Das Dokument trägt den Vermerk, es werde zurzeit überarbeitet. [3] Neuere Studien sind nicht berücksichtigt. Wir aktualisieren den Beitrag, sobald eine Neufassung vorliegt.

Was gefragt wird

Die Anamnese soll die genannten zwölf Themenbereiche umfassen. [3, Empf. 20] Dazu kommen Verhaltensbeobachtung, körperliche Untersuchung und je nach Alter Entwicklungs- oder Intelligenzdiagnostik. [3, Empf. 19] Eine Fachübersicht von 2024 betont, dass die Rekonstruktion der frühen Entwicklung bei Erwachsenen eine große Herausforderung ist und durch Befragung von Angehörigen und Einsicht in alte Dokumente ergänzt werden sollte. [2] Mehr zum Ablauf: Ablauf einer Autismusdiagnostik.

Wer mitkommen kann

Bei Kindern und Jugendlichen müssen die Sorgeberechtigten einbezogen werden. [3, Kap. B.4.3.2] Bei Erwachsenen soll die Anamnese idealerweise mit Angehörigen erfolgen, die über die frühe Entwicklung Auskunft geben können (Eltern, ältere Geschwister); zur aktuellen Lebensgestaltung können Freunde und Partner:innen informieren. [3, Kap. B.4.3.2]

Unterlagen, die helfen können

Genannt wurden Berichte aus Kindergarten, Zeugnisse aus der Schule sowie Arztbriefe und Testbefunde. [3, Empf. 18]

Praxistipps der Redaktion

Nicht aus der Leitlinie, aber naheliegend: eine kurze Zeitleiste (Kita, Schule, Wechsel, Krisen), eine Liste aktueller Schwierigkeiten mit Beispielen, Medikamente und frühere Diagnosen, offene Fragen für den Termin. Sprich vorher an, wenn du Reize, Zeitdruck oder spontane Fragen schwierig findest; die Leitlinie von 2021 nannte reizarme, strukturierte Rahmenbedingungen (feste Zeit, Ort und Personen) als Erwartung von Betroffenen an die Versorgung. [4, Empf. 4]

Was du sonst noch wissen solltest

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Quellen und Literatur

  1. DGKJP. Aktuelle Leitlinien (Einträge 028-018 „Gültig bis 04.04.2021“ und 028-047 „Gültig bis 23.03.2026“). https://www.dgkjp.de/wissen/aktuelle-leitlinien/ – Fachgesellschaft
  2. Höhne E, Kamp-Becker I. Diagnostik der Autismus-Spektrum-Störung. Pädiatrie 2024;(4+5):27–32. – Fachübersicht
  3. DGKJP, DGPPN et al. Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Teil 1: Diagnostik. S3-Leitlinie, AWMF-Reg.-Nr. 028-018, Textstand 23.02.2016. – Leitlinie (abgelaufen, laut Dokumentvermerk in Überarbeitung)
  4. DGKJP, DGPPN et al. Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Teil 2: Therapie. S3-Leitlinie, AWMF-Reg.-Nr. 028-047, Stand Text 02.05.2021. – Leitlinie; abgelaufen am 23.03.2026

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